Ein glattes Gummiband dreht sich im Tunnel irgendwann ein, und dann sitzt der Bund schief. Beim Rippgummi verhindern das die Längsrillen: sie geben dem Band Struktur über die Breite, sodass es flach liegen bleibt. Weiß bleibt unter hellen Stoffen unsichtbar und ist der Klassiker für Bünde.
Mit 3 cm ist es breit genug, dass der Bund beim Tragen nicht einschneidet. Eingezogen wird wie gewohnt mit Sicherheitsnadel oder Einziehhilfe; wer es lieber direkt aufnäht, teilt Bund und Band in vier Abschnitte und dehnt beim Nähen gleichmäßig.
Der Anteil von 65 % Polyester macht das Band formstabil, die 35 % Elastodien liefern den Zug. Es lässt sich waschen, ohne dass die Rückstellkraft nachlässt — Weichspüler sollte man trotzdem meiden, der setzt jedem Gummi zu.
Wofür sich Gummiband weiß 3 cm Breite eignet
- Taillenbünde an Röcken und Hosen, weil das Band auf 3 cm Breite nicht einschneidet.
- Jogginghosen und Schlupfhosen, da die Rippen das Band im Tunnel am Verdrehen hindern.
- Bundabschlüsse an Kinderkleidung, die oft gewaschen wird.
- Ausbessern ausgeleierter Bünde — das alte Band heraustrennen und dieses einziehen.
Häufige Fragen
Wozu sind die Rippen gut?
Sie versteifen das Band quer zur Zugrichtung. Dadurch rollt es im Tunnel nicht ein und dreht sich nicht, was bei glatten Gummibändern nach ein paar Wäschen regelmäßig passiert.
Wie viel Länge brauche ich?
Den Taillenumfang messen und etwa ein Zehntel abziehen, dazu Zugabe zum Zusammennähen. Wer unsicher ist, legt das Band locker um und zieht so weit an, bis es angenehm sitzt.
Kann ich das Band direkt aufnähen?
Ja, mit einem schmalen Zickzack oder einer Zwillingsnadel. Bund und Band vorher vierteln und die Abschnitte aufeinander stecken, dann verteilt sich die Dehnung beim Nähen gleichmäßig.
Leiert das Band aus?
Nicht so schnell, solange es nicht dauerhaft überdehnt wird. Heiß waschen und Weichspüler greifen die Elastodien-Fäden an; kühl waschen und an der Luft trocknen hält die Rückstellkraft am längsten.