Eine gerade Schnittkante franst entlang der Fäden auf. Schneidet man dagegen im Zickzack, verläuft die Kante schräg zum Faden, und das Ausfransen kommt nach wenigen Millimetern zum Stehen. Genau dafür ist die Zackenschere gemacht.
An Nahtzugaben ersetzt sie das Versäubern, wenn keine Overlock zur Hand ist. Bei Webstoffen wie Baumwolle und Leinen funktioniert das gut, bei Maschenware ist sie überflüssig — die franst ohnehin nicht.
Damit die Zacken sauber greifen, führt man die Schere in langen Zügen und setzt beim Weiterschneiden wieder im vorhandenen Zackenmuster an. Geschnitten wird nur Stoff, kein Papier: Papier stumpft die geschliffenen Zacken schnell ab.
Wofür sich Universal Zackenschere eignet
- Nahtzugaben versäubern, wenn keine Overlock zur Hand ist.
- Patchwork und Quilten, wo die Zackenkante zugleich als Zierkante dient.
- Filz, Vlies und Bastelstoffe, die eine Schmuckkante bekommen sollen.
- Musterstücke und Stoffproben, deren Kanten nicht ausfransen sollen.
Häufige Fragen
Warum franst eine Zackenkante langsamer?
Weil sie schräg zum Fadenlauf verläuft. Ein gerader Schnitt folgt einem Faden, der sich über die ganze Länge herausziehen lässt; bei der Schräge endet jeder Faden nach kurzer Strecke.
Ersetzt das eine Overlock?
Für Innenkanten an Webstoffen reicht es meistens. Wo eine Naht stark beansprucht wird oder das Teil oft gewaschen wird, hält eine versäuberte Kante trotzdem länger.
Kann ich damit Papier schneiden?
Besser nicht. Papier stumpft die geschliffenen Zacken schnell ab, und eine stumpfe Zackenschere zieht den Stoff, statt ihn zu schneiden. Für Papier eine eigene Schere bereitlegen.
Wie führe ich sie am besten?
In langen, ruhigen Zügen und beim Absetzen wieder im vorhandenen Muster ansetzen. Dann läuft die Zackenkante durch, statt an den Ansatzstellen unregelmäßig zu werden.