Es gibt Nähte, an die man von hinten nicht herankommt: die letzte Öffnung eines Kuscheltiers, die Kante eines fertig bezogenen Polsters, die Wendeöffnung eines gefüllten Kissens. Eine gerade Nadel müsste dafür zweimal angesetzt werden, eine gebogene führt in einer einzigen Bewegung hinein und wieder heraus.
Die Krümmung macht auch den Matratzenstich erst bequem, mit dem sich eine Öffnung unsichtbar schließen lässt. Man sticht abwechselnd links und rechts der Kante ein, zieht am Ende den Faden an, und die Naht verschwindet zwischen den Stofflagen.
Im Set liegen drei Nadeln in gestaffelten Längen, sodass für dickes Polstermaterial ebenso eine passende dabei ist wie für die feine Naht am Kuscheltierohr.
Wofür sich Polsternadeln mit gebogener Spitze 3er Set eignet
- Kuscheltiere und Puppen, weil sich die Wendeöffnung nach dem Füllen nur noch von außen schließen lässt.
- Polsterarbeiten an Stühlen und Hockern, da die gebogene Spitze auch dort greift, wo keine Rückseite erreichbar ist.
- Kissen und Sitzsäcke, denn der Matratzenstich schließt die Öffnung, ohne dass eine Naht sichtbar bleibt.
- Ausbesserungen an fertigen Stücken, weil nichts aufgetrennt werden muss.
Häufige Fragen
Wozu ist die Spitze gebogen?
Damit die Nadel im Bogen wieder austritt, statt gerade durchzugehen. Das braucht man überall dort, wo die Rückseite unzugänglich ist — bei gefüllten Kuscheltieren, bezogenen Polstern oder geschlossenen Kissen.
Was ist der Matratzenstich?
Eine Naht, bei der abwechselnd links und rechts der Kante eingestochen wird. Zieht man am Schluss den Faden an, rutschen die Kanten aneinander und die Naht verschwindet zwischen den Lagen — ideal für Wendeöffnungen.
Welchen Faden nehme ich dazu?
Einen stabilen, der die Spannung aushält: Handquiltgarn, gewachster Faden oder doppelt genommenes Nähgarn. Bei Polsterarbeiten darf es deutlich stärker sein, weil die Naht die Füllung dauerhaft in Form hält.
Wie bewahre ich die Nadeln auf?
Trocken und einzeln, am besten im Nadelkissen oder in der Originalhülle. Feuchtigkeit und Handschweiß setzen Nadeln zu; ein kurzes Abwischen nach der Arbeit hält sie blank und die Spitze gleitet weiter sauber.