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Samt

Samt hat einen dichten, kurzen Flor, der das Licht weich bricht. Dadurch wirkt die Farbe tiefer als bei glatter Ware – ein Stoff für festliche Kleider, Jacken, Kissen und Vorhänge.

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Der Flor liegt in eine Richtung. Gegen den Strich betrachtet wirkt Samt dunkler und satter, mit dem Strich heller. Deshalb müssen alle Schnittteile in derselben Richtung liegen, sonst sieht das fertige Stück fleckig aus.

Beim Nähen rutschen die Lagen leicht aufeinander, weil der Flor wie eine Gleitschicht wirkt. Klammern statt Stecknadeln, ein Obertransportfuß und langsames Nähen halten die Teile an Ort und Stelle.

Gebügelt wird nur von links, am besten über einem Frottiertuch oder einem Nadelbrett. Direkter Druck auf den Flor drückt ihn platt und hinterlässt glänzende Stellen, die sich kaum beheben lassen.

Häufige Fragen

Warum muss ich bei Samt auf die Strichrichtung achten?

Weil der Flor Licht je nach Richtung anders zurückwirft. Werden Teile unterschiedlich ausgelegt, wirkt eine Hälfte des Kleidungsstücks heller als die andere – das fällt sofort auf.

Wie bügle ich Samt, ohne den Flor zu beschädigen?

Von links und mit Dampf aus etwas Abstand, ohne aufzudrücken. Ein Frottiertuch als Unterlage nimmt den Flor auf, sodass er nicht plattgedrückt wird.

Ist Samt schwer zu nähen?

Er verlangt Geduld, mehr nicht. Die Lagen rutschen, deshalb helfen Klammern und ein Obertransportfuß. Nähen Sie langsam und prüfen Sie die Einstellungen vorher an einem Reststück.

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